Axolotl braucht keine Prothese

Helene Hegemann ist ja wohl durch. Der im Titel ihres Romans verewigte Schwanzlurch jedoch rückt immer stärker in den Focus. Das Tierchen sieht ja auch niedlich aus – Grottenolm mit Babyface, freundlich lächelnd, mit Kiemenfrisur. Doch vor allem Biologen und Chirurgen interessieren sich seit einer Weile für den Axolotl. Am hannoverschen Ambystoma mexicanum Bioregeneration Center Niedersachsen (AMBC) widmen sie sich einer herausragenden Fähigkeit des amphibischen Wesens: Der Axolotl ist in der Lage, verlustig gegangene Extremitäten, teilweise auch innere Organe, selbsttätig zu rekonstruieren. Im Augenblick der Amputation setzt bereits die Blutgerinnung ein, der verbliebene Gliedmaßenstumpf verschließt sich und im Lauf der Zeit wächst dem Tierchen nach, was abgetrennt wurde. Hat was, oder? Die Forscher versuchen zu entschlüsseln, wie diese einzigartige Wundheilungsfähigkeit funktioniert, um daraus Erkenntnisse für die Behandlung schwerverletzter Menschen zu gewinnen.

Übrigens: Der Axolotl ist in freier Wildbahn nicht mehr anzutreffen. Er existiert lediglich gezüchtet in Gefangenschaft. [pic: esaskar via flickr]

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