Notizen aus der Provinz

Provinz – das ist die geografische Zuordnung eines Gebietes. Doch meistens ist die Provinz, die wir meinen, auf keiner Karte zu finden. Sie liegt außerhalb des Dunstkreises der Metropolen, ist eine gedachte Manifestierung einer Geisteshaltung. Sie befindet sich da, wo keiner sein will. So ist das. Ist das so? In Lindau am Bodensee – genau, in der Provinz – setzt sich seit heute eine Ausstellung analytisch bis spielerisch mit Konzepten und Perspektiven von Provinz und Provinzialität auseinander. Die idyllische Inselstadt bietet für diese Auseinandersetzungen ein passendes Experimentierfeld; im alten Lindauer Bahnhof wie auf öffentlichen Plätzen im Stadtraum werden Ausstellungsbesucher, Einwohner und Touristen mit Kunstwerken konfrontiert, die die Postkartenästhetik des Ortes in einen neuen Kontext versetzen und zum Reflektieren über „Provinz“ einladen. Großformatige Installationen und Objekte, Licht, Video, Malerei, öffentliche Lesungen, Performances und temporäre Interventionen verändern drei Wochen lang die Stadt und ziehen so stereotype Vorstellungen von provinzieller Ruhe, Idylle und Rückständigkeit in Zweifel. Das vermeintlich sinkende Boot gehört auch dazu. Mal sehen. (Bildrechte: PROVINZ – Eine Ausstellung im Sommer 2010 | Fotograf: Arne Fehmel)

Lindau am Bodensee, 6. bis 28. August 2010.

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