Strahlend grau

mid century Architektur und Design mochte ich schon immer. Deshalb freut es mich sehr, dass eine Ausstellung des Werkbundarchivs in Berlin einen Protagonisten der mobilen und immobilen Gestaltung unserer Wirtschaftswunder-Republik ehrt: Herbert Hirche (1910-2002). Der Bauhausschüler – von 1933 bis 1945 bei Mies van der Rohe und später bei Egon Eiermann tätig- war einer der prägenden Werkbund-Gestalter der Nachkriegszeit: Bauten u.a. für die Interbau 1957 in Berlin, Braun-Geräte, Möbel. In Skizzen, Briefen, Plänen und Fotos aus Hirches Nachlass wird sein Anliegen klar, die Fortführung und Vermittlung der Gestaltungsideale der Moderne nach den Grundsätzen des Bauhauses. Nix Nierentisch! Ein paar (wenige) Originale und Re-Editionen seiner schlichten geradlinigen Möbel demonstrieren dies eindrucksvoll. Herbert Hirche erfuhr lange Zeit kaum Beachtung und erlebt erst seit dem letzten Jahr neue Bedeutung und Bewertung. Sein trocken-sachliches Design zeigt klar die Bauhaussozialisation, verbunden mit der Leichtigkeit der 50er Jahre. Eine ideale Allianz. Mein Wunsch: mehr Hirche-Möbel re-edieren! Übrigens: Herbert Hirches Lieblingsfarbe war grau. (pic: smowblog via flickr)

strahlend grau – herbert hirche zum 100. geburtstag, Museum der Dinge Berlin, 21. Mai bis 13. September 2010

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