Die unbeachtete Realität

„Interessiert hat mich nur die Realität, und zwar die unwichtige, die übersehene, von der großen Masse unbeachtete Realität.“ Marianne Breslauer hinterließ nur ein kleines, dafür aber umso reicheres und heute unverändert frisch anmutendes fotografisches Werk, das sie in der Zeit zwischen 1927 und 1938 geschaffen hatte – jener Zeit also, in der sich die Fotografie von einer „malerischen“ Salonkunst zur radikalen „neuen fotografie“ wandelte, zu einem neuen künstlerischen Medium, das ganz auf die ihm eigenen Qualitäten baute. Breslauer (1909-2001), geboren in Berlin, ging nach ihrer Fotografieausbildung beim Lette-Verein nach Paris. Ihre Arbeiten – auf ihren vielen Reisen entstanden – machten schnell Furore.1936 emigriert Breslauer zunächst nach Amsterdam, später in die Schweiz. Sie beendet ihre Laufbahn als Fotografin: „Wenn ich weiter in dem Bereich gearbeitet hätte, wäre ich zum Film gegangen. Mit dem Fotografieren war ich fertig.“ Die Fotostiftung Schweiz in Winterthur, die auch Breslauers Nachlass betreut, zeigt bis zum 30. Mai eine umfassende Retrospektive. Vom 11. Juni bis 6. September in der Berlinischen Galerie in Berlin. (pic: aus der Serie „Freizeit eines arbeitenden Mädchens“, Berlin 1933 © Marianne Breslauer / Fotostiftung Schweiz)

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Ausstellung, Fotografie, Kunst abgelegt und mit , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s