The painted word

Eigentlich der Titel eines Essays von Tom Wolfe, in dem die amerikanische Kunst der 50er bis 70er Jahre demontiert wird. Aber es passt so schön, denn etliche der malerischen Arbeiten des amerikanischen Künstlers Ed Ruscha (geb. 1937) sind genau das: Gemalte Wörter. Ruscha fand früh sein Thema: Die amerikanische Lebenswelt der 50er und 60er Jahre mit allgegenwärtiger Werbung und bunten Beschriftungen hat ihn geprägt; Los Angeles ist seine Stadt. Inhalt und Form seiner Wortbilder sind gleich wichtig; Buchstaben sind seine Figuren. Plakative Sätze oder Worte finden sich genauso wie Lautmalerei. Die Banalität alltäglicher Worte wird gezeigt, aber nicht unbedingt an den Pranger gestellt. Häufig zeigt Ruscha die Worte im architektonischen Kontext mit fotografischer bzw. filmischer Optik, manchmal extremen Perspektiven. Insofern ist Ruscha Kritiker kalifornischer Alltagskultur, gleichzeitig aber ist er fasziniert davon und eingebunden in den Mikrokosmos L.A. Das Münchner Haus der Kunst zeigt jetzt eine große Retrospektive der Gemälde. Neben bekannten Arbeiten sind auch sehr schöne präzisdiffuse Schwarzweißarbeiten zu sehen. Gute Ausstellung, hat mich überzeugt, und: macht Spaß. Bis 2. Mai 2010. Das Art-Magazin hat zu diesem Anlass ein Interview mit Ruscha geführt. (pic: Abraham C via Flickr)

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